13. Januar 2026
Marktrückblick – Dezember 2025
Was wird uns das neue Jahr bringen?

iShares Core Dax
+22,39%
30.12.2024:
165,70
30.12.2025:
202,80

iShares Core EuroStoxx 50
+19,36%
30.12.2024:
48,91
30.12.2025:
58,38

iShares Core S&P 500
+16,39%
31.12.2024:
58,55
31.12.2025:
68,15
Im Ukraine – Russland Konflikt wurde intensiv zwischen den USA, der Ukraine und den Europäischen Partner über die Möglichkeiten einer Lösung verhandelt. Nach Selenskyj sind 90% der Themen vereinbart, darunter die Sicherheitsgarantien für die Ukraine, offen sind weiter evtl. Gebietsabtretungen. Was aber bringt das, wenn Russland nicht mit am Tisch sitzt und mitverhandelt? Daneben scheinen die Spannungen zwischen den USA und Venezuela zu eskalieren: Zuletzt gab es eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates, diverse US-Angriffe auf angebliche Drogenschmuggelschiffe sowie die Beschlagnahme eines venezolanischen Öltankers durch die USA.
Die deutschen Auftragseingänge kamen im Dezember schwach rein, die Wirtschaft verlor weiter an Dynamik, was auch am pessimistischen ifo-Geschäftsklimaindex abzulesen war. Die Verbraucher haben Angst vor sinkenden Einkommen und steigender Inflation, so dass sich die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen verringert und im Gegenzug die Sparneigung erhöht. Die Folge war ein deutlich sinkender GfK-Konsumklimaindex. Hinzu kommt die allgemeine Unsicherheit um die Zukunft der Rente, bzw. allgemein um die sozialen Sicherungssysteme wie Gesundheit und Pflege. Die Konjunkturprognose für 2026 wurde gesenkt von 1,3% auf 1% (IfW).
In Deutschland stagnierte die Inflation bei 2,3%. Die Dienstleistungspreise sind der Treiber. Die EZB ließ den Leitzins unverändert, liegen ihre eigenen Prognosen für 2026 doch bei 1,9% und damit knapp unter der Zielmarke. In den USA bleibt der Druck auf die Preise bestehen, die November Inflation lag bei 2,7%, allerdings erhöhte sich die Arbeitslosenrate leicht. Mit letzterem Argument wurde die Zinssenkung um 0,25% begründet. Die US-Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs bei leicht abgeschwächter Dynamik. Ein Nachfolger für den sich noch bis Mai 26 im Amt befindlichen FED-Präsidenten Powell ist bislang noch offen, als Kandidaten werden zwei Trump-Anhänger, sein aktueller Wirtschaftsberater Kevin Hasset und der ehemalige FED-Gouverneur Kevin Warsh, genannt. In Japan geht die Zinswende weiter, die Notenbank erhöhte wegen der Inflation den Zins auf 0,75%.
Die 10-jährige Bundesanleihe stieg um 0,17% Punkte auf 2,86% p.a., die 30-jährigen erreichten mit 3,48% einen Höchststand seit 2011! Die US-Pendants stiegen auf 4,15%, die 30-jährigen auf 4,83%. In Japan erreichten die 30-jährigen Staatsanleihen mit 3,4% einen Höchststand seit der Jahrtausendwende. Die Risikoprämien blieben in der Eurozone niedrig.
Der DAX konnte wie auch der MDAX stark um 3,8% zulegen. Kaum verändert waren der S&P 500 und der Nikkei 225.
Der USD verlor am Ende 1 Cent auf 1,17 EUR/USD. Der japanischen Yen wertete trotz möglicher Zinserhöhungen weiter auf 184 EUR/JPY ab.
Das Gold erreichte ein neues All Time High bei 4.533 USD, gab aber einen Teil der Gewinne (immerhin 215 USD) zum Jahresschluss wieder ab. Silber konnte im Dezember um 25% auf 72 USD zulegen, verbuchte zum All Time High aber starke Verluste von 12,3 USD. Der Platinpreis zog nach einem sehr positiven Jahr 2025 im Dezember nochmals auf 2.044 USD an.
Was wird das Jahr 2026 bringen? Viel wird von der weiteren Zinspolitik der US-Notenbank FED abhängen. Aber auch die Unternehmensgewinne müssen die stark gestiegenen Bewertungen rechtfertigen. Sind in diesem Umfeld niedrig bewertete Small- und Mid-Caps (Value-Werte) die bessere Alternative? Gelingt ein Frieden in der Ukraine? Wie stark eskaliert Trump in Venezuela? Was passiert mit Grönland? Greift Trump tatsächlich ein NATO-Land an? Kommen (endlich) wirkliche Reformen in Deutschland oder traut sich die Regierung weiter nicht an die schwierigen Themen heran? Gewinnt die AfD die Landtagswahlen in den neuen Bundesländern und stellt den/die ersten Ministerpräsidenten? Es wird auch im neuen Jahr spannend bleiben!
Ihr DAS WERTEHAUS-TEAM
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Quelle der Grafiken: vwd Portfoliomanager