16. August 2026

Marktrückblick – Juli 2026

Der Iran-Konflikt und kein Ende in Sicht! Nun mischen sich die Huthis ein.

iShares Core Dax

4,18%

30.12.2025:

202,80

31.07.2026:

211,28

iShares Core EuroStoxx 50

10,85%

30.12.2025:

58,38

31.07.2026:

64,72

iShares Core S&P 500

9,61%

31.12.2025:

68,15

31.07.2026:

74,70

Droht im Golf-Krieg eine neue Eskalation? Die USA und Iran griffen sich wieder gegenseitig an, Trump erklärte das Friedensabkommen für beendet und die Huthis griffen Saudische Ölanlagen und Tanker in der Meerenge von Bab al Mandab an, wodurch der Schiffsverkehr, der sich ohnehin seit 2023 deutlich abgeschwächt hat, sein Volumen nochmals verringert hat. Ende des Monats sprach Trump über Verhandlungen mit Iran, die dieser allerdings verneinte, und verkündete ein Abkommen zur Entwaffnung des Irans, dem Israel nicht zugestimmt hat.

Laut dem ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich die Stimmung der deutschen Unternehmen leicht, die negativen Erwartungen haben sich etwas verbessert. Industrie und Dienstleister sind mit der aktuellen Lage unzufriedener. Das deutsche BIB könnte in Q2 um 0,2% gewachsen sein, hervorgerufen durch einen stärkeren Export während Investitionen und Konsum schwächelten. Für 2026 erwartet der IWF (Internationaler Währungsfonds) für Deutschland nun nur noch ein Wachstum von 0,7%.

Aufgrund der Huthi-Angriffe legten die Energiepreise merklich zu, so dass die Inflation in Deutschland auf 2,8% stieg. Dazu beigetragen hat der Wegfall des Tankrabatts. In der Eurozone blieb der Inflationsdruck hoch. Dennoch haben weder die EZB noch die FED an der Zinsschraube gedreht. Allerdings stimmten in den USA drei FED-Vertreter für eine Erhöhung. Die US-PCE Preise gaben leicht auf 3,7% nach, lagen damit aber weiter auf einem zu hohen Niveau.

In diesem Umfeld stiegen die Renditen der Bundesanleihen über nahezu alle Laufzeiten um ca. 30 Ticks. Eine gleiche Entwicklung sahen wir in den USA. Die dreißigjährigen Treasuries stiegen auf ein 20-Jahres High bei 5,30%.

Die hohen Unsicherheiten ließen den Dax auf ca. 25.900 steigen, ehe er wieder auf 25K fiel und am Ende ein Kursplus von 2,5% erzielte. Der Euro Stoxx 50 konnte ein neues All Time High erreichen und ging mit einem Plus von 0,5% aus dem Monat. Der S&P 500 lief unter dem Strich seitwärts, die NASDAQ 100 verlor 3,2%, der technologielastige Nikkei 225 gab stark um 8% nach.

Der USD gab einen Cent auf 1,15 EUR/USD nach, der EURO lag zum Schweizer Franken etwas freundlicher bei 0,93 EUR/CHF. Der Yen gab zum USD weiter nach, es gab konzertierte Aktionen der amerikanischen und der japanischen Notenbanken.

Das Gold stabilisierte sich bei USD 4.000, das Silber lag unter 60 USD. Das Öl stieg stark um 16 USD auf USD 90, in der Spitze lag es bei 94 USD.

Kurzfristig wird bei der Börsenentwicklung viel davon abhängen, wie die Verhandlungen zwischen den USA und Iran verlaufen und wie lange die Straße von Hormus geschlossen bleibt. Neu kommt als Konfliktherd die Meerenge von Bab al Mandab dazu. Selbst wenn die Straßen zeitnah wieder öffnen, wird es tw. mehrere Jahre dauern, bis die Schäden an der Energieinfrastruktur in den Golfstaaten behoben sind. Das spricht für eine erhöhte Inflation und gegen Zinssenkungen. Wir sehen bei High Techs/KI-Unternehmen einen Realitätscheck und in dem Zuge deutliche Kurskorrekturen z.B. bei Halbleitern und Chipwerten. Allerdings halten sich die Aktienmärkte bei all den Krisen erstaunlich gut. Die berichteten Gewinne der Unternehmen v.a. in den USA sind einfach zu gut! Stärkere Rücksetzer am Aktienmärkt könnten längerfristig interessante Einstiegszeitpunkte sein.

Ihr DAS WERTEHAUS-TEAM

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Quelle der Grafiken: vwd Portfoliomanager